SPD Hasbergen besucht neue Dauerausstellung im Augustaschacht

Sehr beeindruckt zeigten sich Mitglieder der Hasberger SPD nach ihrem Besuch der neuen Dauerausstellung in der Gedenkstätte Augustaschacht in Ohrbeck. Rund zweieinhalb Stunden nahm sich deren Geschäftsführer Dr. Michael Gander Zeit, um die interaktive Ausstellung, die auch selbständig erkundet werden kann, zu erläutern. „Es ist unglaublich spannend, wie viele Details es hier zu entdecken gibt – und man sieht deutlich, wieviel Herzblut Sie und Ihre zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer in dieses Projekt gesteckt haben“, sprach die SPD-Vorsitzende Katja Mittelberg-Hinxlage den Dank der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus.

Die Ausstellung  „Polizeigewalt und Zwangsarbeit bietet umfassende Informationen zur Geschichte des Arbeitserziehungslagers Ohrbeck und zur Zwangsarbeit in der Region Osnabrück. Während insbesondere das Gebäude selbst eine besondere Wirkung auf Besucherinnen und Besucher ausübt, können auch in jedem einzelnen Raum sowie im Außenbereich mittels eines Tablet-PCs ergänzende Informationen, Bilder, Zeitzeugenvideos und sogar Rekonstruktionen des ursprünglichen baulichen Zustandes angesehen werden.

„Eine großartige, moderne Umsetzung“ befand die stellvertretende SPD-Vorsitzende Dr. Kathrin Wahlmann. „So wird Ortsgeschichte greifbar. Nicht nur, aber auch für Jugendliche wird damit ein lebendiger Geschichtsort zum Anfassen und Erleben geschaffen. Es wird sehr eindrucksvoll vermittelt, wie furchtbar die Erlebnisse der hier inhaftierten Zwangsarbeiter, aber auch einiger Sozialdemokraten und Gewerkschafter war.“ Der weitere Stellvertreter Adrian Schäfer ergänzte: „Gerade in Zeiten wie diesen, in denen Rechtsextreme in Berlin und anderswo versuchen, die Demokratie ins Wanken zu bringen, ist es umso wichtiger zu zeigen, wohin Rassismus und Totalitarismus führen. Das ehemalige Arbeitserziehungslager Ohrbeck ist ein mahnendes Beispiel für die abscheulichen Verbrechen der NS-Diktatur. Wir können als Gemeinde Hasbergen sehr dankbar sein, dass mit der Gedenkstätte ein Ort geschaffen wurde, der in besonderer Weise eine Annäherung an die handelnden Personen – sowohl Täter als auch Opfer – in diesem Arbeitserziehungslager gewährt. Die klare Botschaft lautet: Wir müssen unsere Demokratie schützen, damit so etwas nie wieder geschehen kann.“